Überholen
Gemäss den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) gehört das Überholen nicht zu den häufigsten Unfallursachen. Doch die Statistik täuscht: Für Verkehrspsychologen gehört das Überholen zu den gefährlichsten Vorgängen im Strassenverkehr, besonders auf Landstrassen, an unübersichtlichen Stellen oder aus Kolonnen heraus. Es führt häufig zu schweren Unfällen mit Todesfolgen. Das Gefährliche daran sind nach Ansicht der Experten die Motive, die zu solch lebensgefährlichen Aktionen führen: Ärger oder Frustration, Rache gegenüber anderen rücksichtslosen Lenkern, wettkämpferischer Ehrgeiz, Lust am Risiko. Beim Überholen - so die Experten - geht es letztlich nur um den Erfolg. Wer ein Fahrzeug überholt hat, fühlt sich danach besser oder stärker. Allerdings geben das die wenigsten Automobilisten zu. Eher rechtfertigen sie ihr haarsträubendes Überholmanöver in einer Kolonne mit der gewonnenen Zeit - und genau das macht es so gefährlich.